Es ereignete sich im Jahre 2019, als wir zusammen mit 12.000 weiteren Hamburgern, sehr besondere Post enthielten vom Denkmalamt. Schlicht ohne Begeisterung zu erzeugen, wurde lediglich darauf hingewiesen, dass wenn man an bauliche Maßnahmen denkt, es zu archäologischen Arbeiten kommen könnte. Mitgeteilt wurde all diesen Herrschaften, das unter Haus und Hof archäologische Spuren sich befinden, aus unterschiedlichen Zeitepochen, bei unserem Schreiben war es schon eine Sensation, denn wir erhielten die Kunde, dass Teile einer germanischen Siedlung gefunden wurden. Im Jahre 1930 wurde während einer einfachen Grabung für einen Graben auf unserem Gut, die Knochenreste, sowie große Findlinge mit Lehmklumpen und eine Feuerstelle in einem Wohnbereich gefunden. Hinzugenommene Fachleute aus Schleswig, denn damals viel diese Stelle noch in deren Aufgabenbereich, erkannten daraus die ersten Reste eines germanischen Langhauses, welches auf unser Grundstück sich erstreckte. Bereits lange vor 1930 und in den frühen 2000 Jahren, waren in unserer Nachbarschaft auch viele Urnen von Brandbestattungen aus der Urnenfelderkultur gefunden worden. Wir forderten Archivmaterial an, welches nach längerem Hin und Her, dann auch zugesendet wurde aus Schleswig, bzw. dem dortigen archäologischen Museum in Schloss Gottorf. Es ließ uns sehr staunen, der damalige Besitzer unseres Hauses, genehmigte allerdings keine Grabungen. 60 cm tief, liegen die ersten Fundstätten doch von archäologischen Grabungen, durch uns nun bereitwillig bewilligt, wurde bisher vom Denkmalschutzamt Hamburg und dem archäologischen Museum Hamburg abgesehen bedauerlicherweise. Es würde sicherlich weiteren Aufschluss geben über die Geschichte der hier ansässigen Volksgruppe und des Stadtteils, auch wenn wir nicht im Zentrum von Hamburg liegen, sondern eben im östlichsten Stadtteil. Aber es ist erfreulich, dass hier ein eingetragenes Bodendenkmal gehütet wird und wir die Plakette anfertigen konnten, welche nun an der Stelle angebracht werden wird, wo diese ersten Grabungen stattfanden, Fußgänger können sie so auch erkennen.